Mit Backing Tracks üben: So wird dein Gitarrenspiel groovier
21. Juli 2026
Viele Gitarrist:innen üben ausschließlich für sich allein – Tonleitern, Akkordwechsel, einzelne Licks, immer ohne musikalischen Kontext. Das Problem: Gitarre spielen findet in der Realität fast nie im luftleeren Raum statt, sondern zusammen mit Bass, Schlagzeug und anderen Instrumenten. Wer nie im Zusammenspiel übt, merkt oft erst in der Band oder Session, dass Timing und Zusammenspiel eine ganz eigene Fähigkeit sind.
Was Backing Tracks besser machen
Ein Backing Track ist eine Aufnahme ohne die Gitarrenspur – meist Schlagzeug, Bass, manchmal Keys oder ein zweites Harmonieinstrument. Übst du darüber, trainierst du automatisch mehrere Dinge gleichzeitig:
- Timing: Du spielst gegen einen festen Puls, nicht gegen ein imaginäres Metronom im Kopf.
- Gehör: Du lernst, dich harmonisch einzuordnen und auf andere Instrumente zu reagieren.
- Motivation: Ein Playback macht schlicht mehr Spaß als eine trockene Tonleiter im Stillen.
- Bühnengefühl: Das Spielen im Bandkontext fühlt sich von Anfang an realistischer an.
So nutzt du Backing Tracks sinnvoll
Der größte Fehler ist, ein Backing Track einfach laufen zu lassen und „irgendwas" darüber zu spielen. Effektiver ist ein strukturierter Ansatz:
- Tempo reduzieren. Genau wie bei Tabs gilt: Lieber langsam und sauber als schnell und schlampig. Reduziere das Tempo des Tracks, bis du jede Note kontrolliert triffst.
- Schwierige Passagen loopen. Suche dir den Teil des Songs oder der Übung heraus, der dir am schwersten fällt, und wiederhole genau diesen Abschnitt in einer Schleife.
- Genres wechseln. Übe nicht nur in deinem Lieblingsstil. Ein Blues-Backing-Track fordert andere Phrasierung als ein Rock- oder Funk-Track – das erweitert dein Vokabular auf dem Griffbrett.
- Bewusst improvisieren. Nutze einen Teil der Übungszeit nicht zum Nachspielen vorgegebener Licks, sondern zum freien Improvisieren über die Akkordfolge.
Struktur schlägt Zufall
Wer wahllos zwischen Tracks hin- und herspringt, verliert schnell den roten Faden. Sinnvoller ist es, sich eine kleine Sammlung an Backing Tracks in unterschiedlichen Tonarten und Stilen anzulegen und diese über mehrere Wochen gezielt durchzuarbeiten – inklusive Tempo-Steigerung von Session zu Session.
In BendUp lassen sich Backing Tracks genau so verwalten: eigene Tracks hochladen, nach Genre oder Tonart sortieren und mit dem integrierten Player in Tempo und Lautstärke anpassen, ohne dass die Tonhöhe verzerrt wird.